|
Playa del Carmen
Wer in Mexiko Urlaub in Cancun macht, wird vielleicht einmal den Strand von Playa del Carmen besuchen oder verbringt überhaupt seine gesamten Ferien dort. Der Strand ist ungefähr siebzig Kilometer von Cancun entfernt, mit dem Auto benötigt man rund eine dreiviertel Stunde. In erster Linie sind es europäische Touristen, die hier als Gäste begrüßt werden.
Gegen Ende der achtziger Jahre wurde dieses Urlaubsparadies geschaffen, es war als reines Touristenzentrum gedacht. Schon gegen Ende der neunziger Jahre war Playa del Carmen ein Badeort, der mit dem Massentourismus zu kämpfen hatte und immer noch hat. Es gibt jedoch auch einige Abschnitte am Strand, die etwas ruhiger sind und an denen der Urlauber nichts zwangsläufig über die Liegen der anderen Besucher stolpert.
Der Strand von Playa del Carmen selbst ist wunderschön, mit weißem, feinen Sand und der Urlauber bekommt ein Gefühl von der Karibik, wie sie immer dargestellt wird. Der Strand ist sehr lang gezogen und das Wasser hat eine türkise Farbe. Der Strand fällt sehr flach zum Meer hin ab, was ihn auch als Urlaubsstrand für Familien mit kleinen Kindern ideal macht. Hier können die Kleinen plantschen und ihre ersten Erfahrungen mit dem „großen Wasser“ machen, ohne dass die Gefahr zu groß ist, dass sie in zu tiefes Gewässer geraten. Insgesamt sind es etwa zehn Meter, bis ein Schwimmer beginnen kann, wirklich zu schwimmen.
Das Meer ist recht ruhig und es gibt nur kleinere Wellen. Dies liegt daran, dass Playa del Carmen die Insel Cozumel vorgelagert ist, die praktisch als Bremse wirkt. Am Strand von Playa del Carmen befindet sich ein Anlegesteg, an dem Schnellboote entweder selbst gemietet werden können, oder der Urlauber kann sich auch ein Boot inklusive Führer aussuchen. Diese Boote legen in Richtung der eben genannten Insel Cozumel ab und das täglich jede halbe Stunde. Die Tickets für die Überfahrt werden direkt vor Ort verkauft und es ist nicht nötig, diese einige Zeit vorher zu erstehen. Es sind immer genügend Boote dort, so dass das Ticket gekauft werden kann und die Überfahrt kann sofort losgehen. Diese dauert übrigens zwischen einer viertel Stunde und ungefähr zwanzig Minuten.
Es ist auch möglich, mit dem Boot zu den anderen, doch recht nahe gelegenen kleinen Stränden zu fahren und diese zu erkunden. In direkter Umgebung von Playa del Carmen gibt es mehrere Badeorte mit kleinen Häfen, die eine Erkundungstour wert sind. Wer nicht mit dem Boot, sondern lieber mit dem Auto unterwegs sein möchte, der kann von Playa del Carmen aus nach Tulum reisen, was nur etwa eine halbe Stunde Fahrt bedeutet. Hier befindet sich eine sehr alte Ruinenstätte der Maya.
Am Strand von Playa del Carmen kann der Urlaubsgast natürlich nahezu alle anderen Arten von Wassersport ausprobieren. Er kann zum Beispiel Windsurfen, Tauchen, Segeln oder Schnorcheln, auch Hochseefischen ist möglich. Wer noch nie getaucht ist, kann diesen Sport zum Beispiel in einer der ansässigen Tauchschulen erlernen. Erfahrene Lehrer erklären die Grundzüge des Tauchens und geben auch gute Tipps für Fortgeschrittene. Die Kurse sind recht beliebt, daher ist eine frühzeitige Anmeldung empfehlenswert.
Der Strand Playa del Carmen gehört zu dem gleichnamigen Ort, der sich direkt dahinter befindet. Dies ist ein sehr idyllisches Dorf, das einst ein Fischerdorf war. Hier findet der Urlauber zum Beispiel einige Bars, Restaurants und Diskotheken, die etwas weniger laut und überfüllt sind, als in anderen Orten.
Die Touristen sind es, die den Einheimischen den Verdienst ihres Lebensunterhaltes sichern. Für Besucher ist es immer wieder interessant zu sehen, auf welche Art und Weise die Einheimischen ihr Geld verdienen. Wer nämlich keine feste Anstellung gefunden hat, wird leicht erfinderisch. So gibt es Menschen, die sich Metalldetektoren kaufen und mit diesem am Strand Münzen suchen. Je nach Qualität des Gerätes werden damit Tiefen bis zu einem Meter durchsucht, was ein lustiges Bild abgibt, wenn der Suchende bei Erfolg des Gerätes anfängt, zu graben. Statistisch gesehen kommen so ungefähr fünf bis zehn Euro am Tag zusammen, was durch die Vielzahl der am Strand von Playa del Carmen befindlichen Touristen begründet ist.
|
|