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Playa del Amor
Wer kennt sie nicht? Die lange Halbinsel im Nordwesten Mexikos. Die schöne Baja California ist vor allem wegen ihrer Kontraste bekannt. Meer und Strand, Kakteen und Wüste, felsige Küsten und starke Brandung machen sie zum Paradies für jeden Mexiko-Urlauber. Baja California ist der längste Strand in Mexiko. Vor Jahrtausenden begann die Landmasse der Baja California, sich vom Festland zu lösen. Das Cortes-Meer bildete sich. Noch heute ist sie in Bewegung und driftet Jahr für Jahr mehrere Zentimeter weg vom mexikanischen Festland in Richtung Pazifik.
Auf einer Länge von 3000 Kilometern reiht sich Strand an Strand, einer schöner als der andere. Der Geheimtipp schlechthin ist Cabo San Lucas am äußersten Südzipfel der Baja California Sur. Dieser kleine Wüstenfinger, der den Pazifischen Ozean hier vom Cortes-Meer trennt, ist von berückender Schönheit. Karge Wüstenlandschaften, strahlend blauer Himmel und schneeweiße Strände bilden einen einzigartigen Kontrast. Direkt vor Cabo San Lucas liegt El Arco, ein natürliches Felsentor, im Meer, bekannt aus jedem Mexiko-Reiseführer. Bekannter ist nur noch Playa del Amor, der Liebesstrand.
Playa del Amor ist ein wahres Kleinod. Er verbirgt sich hinter Land’s End. Die versteckte kleine Bucht ist nur mit einem Boot zugänglich. Ein Wassertaxi bringt den Besucher zu den berühmten Tauchgebieten von El Arco und fährt dann um die Felsen herum zur Bucht von Playa del Amor. Hier treffen Pazifik und Cortes-Meer zusammen. Auf Wunsch kann man den Tag an der Playa del Amor verbringen und sich abends wieder abholen lassen. Aber Vorsicht! Die Brandung und Stromschnellen im Pazifik sind nicht zu unterschätzen. Vielleicht heißt diese Seite des Strandes auch daher Divorce Beach, Scheidungs-Strand. Zum Schnorcheln und Schwimmen eignet sich daher besser die Seite des Cortes-Meeres. Im ruhigen, klaren Wasser kann man hier schillernd bunte Fische beobachten. Der Lover’s Beach ist das ideale Gebiet zum Schnorcheln.
Wassersportler sind hier im Süden der Baja in ihrem Element. Sie können schnorcheln, tauchen, surfen, Kajak oder Wasserski fahren oder Tiefsee fischen. Die einzigartige Lage an Pazifik und Cortes-Meer zugleich lockt nämlich nicht nur die Touristen an. Über 850 Fischarten leben hier. Wale und Delfine bringen in der warmen Baja ihre Jungen zur Welt. Fische nutzen das ruhige Wasser als Laichplatz. Der berühmte Meerestaucher Cousteau bezeichnete diese Gegend übrigens als das schönste Aquarium der Welt.
Kein Wunder, dass die Gegend um Cabo San Lucas ein Eldorado für Taucher und Schnorchler ist.
Surfer treffen sich hingegen um 11 Uhr in Los Barilles, um bei angenehm warmen Wassertemperaturen und dem dann bereits kräftig wehenden Nordwestwind das Surfbrett über die Wellen zu jagen. In Los Barilles angeln auch die Sportfischer ihren Thunfisch, Dorsch oder Marlin.
Wer das Wasser lieber von festem Boden aus betrachtet, kann am Baja Strand in Mexiko aber auch Wasservögel, Robben und Seelöwen auf den vorgelagerten Sandbänken beobachten.
Der Süden der Baja California ist besonders bei amerikanische Touristen beliebt. Sie fahren mit ihren Kindern die mehr als 1700 km über die Transpeninsular, um zwischen Januar und März an Whale Watching Touren teilzunehmen. Die Baja California Sur ist weltweit übrigens eines der sichersten Gebiete, um Wale zu beobachten. Nirgendwo sonst findet man so viele Wale, die furchtlos in der Lagune umher schwimmen. Manche lassen sich sogar berühren. Mehr als 3000 Wale sollen im Winter hier Station machen, um im warmen Wasser ihre Jungen zur Welt zu bringen. In Schiffen mit gläsernem Boden fährt man hinaus, um die jungen Grauwale, Buckelwale oder Delfine zu beobachten. Wenn man Glück hat, hört man sie sogar singen. Ein einzigartiges Erlebnis, das unter die Haut geht.
Ein Urlaub im Süden der Baja California, am längsten Strand in Mexiko, bedeutet nicht nur Baden, sondern einzigartiges Naturerlebnis, Spaß und Erholung in einem.
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