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Akumal in Mexiko
Der Ferienressort Akumal ist die erste Adresse für Touristen, die an einem ruhigen Ort an der Ostküste der Halbinsel Yukatan, ihren Urlaub verbringen wollen. Die Siedlung Akumal wurde 1958 von Pablo Bush Romero gegründet. Das war noch bevor die Regierung von Mexiko plante, die 100 Kilometer entfernte Stadt Cancun, aufgrund des Wegfallens von Kuba als Reisziel für Amerikaner, zum Touristenort zu entwickeln.
Romero überflog in den 50er Jahren das Gebiet des heutigen mexikanischen Bundeslandes Quintana auf der Yukatan-Halbinsel und wählte dabei die Bucht von Akumal als seinen zukünftigen Wohnsitz aus. Der Schriftsteller, Archäologe, Historiker und Taucher gründete in Akumal einen Tauchclub. Durch ihn lernten Taucher aus aller Welt die herrliche Karibikbucht kennen, die vor ihrer Besiedlung nur den Maya, die schon seit über 1.400 Jahren auf Yucatan leben, ein Begriff war. Sie waren es auch, die diesem Ort den Namen Akumal gaben. In der Sprache der Maya bedeutet das „Platz der Schildkröten.“ Auch heute bevorzugen noch hunderte von Meeresschildkröten diese Stelle am Strand, um zwischen Mai und August ihre Eier abzulegen.
Akumal ist von tropischem Urwald umgeben. Jedoch reichten schon vor 1925 die Ausläufer einer Kokosplantage bis an die Bucht. Doch Akumal hatte für die Maya nicht nur wegen der Schildkröten und Kokosnüsse eine besondere Bedeutung, sondern auch weil sie glaubten, dass sich hier der Eingang zur Unterwelt befindet. Zu dieser Annahme kamen sie angesichts einer natürlichen Besonderheit im Gebiet von Akumal, den Cenoten. Dabei handelt es sich um schachtartige Löcher im Kalksandsteinboden, durch die unterirdische Wasseradern zugänglich werden. Die Cenoten sind mit einem Höhlensystem verbunden, welches die Maya mit der Unterwelt assoziierten.
Karibikreisende kamen früher nur selten an den weißen Sandstrand von Akumal, weil er nur auf einem Weg zu erreichen war: per Boot von der Karibikinsel Cozumel, die 20 Kilometer vor Akumal im Meer liegt. Erst Anfang der 60er Jahre begann man mit dem Bau einer autobahnähnlichen Straße durch den Dschungel. Seitdem wurde die Schönheit von Akumal auch der Außenwelt bekannt.
Inzwischen hat Akumal etwa 1.200 Einwohner und zählt zu den interessantesten Ferienzielen von Mexiko. Der nur 37 Kilometer südlich der Stadt Playa del Carmen liegende Ort verfügt über Strandvillen, Ferienwohnungen, Hotels, Boutiquen und Restaurants. Außerdem gibt es eine Sporthalle, ein Postamt und ein Internetcafé. Viele der Hotels und Villen sind noch im Privatbesitz der Familie des Gründers von Akumal. Einige von ihnen befinden sich direkt am Strand. Nicht wenige der Ferienunterkünfte wurden aus Naturmaterialien, wie Holz, Stroh und Bambus erbaut und verleihen Akumal ein ursprüngliches karibisches Flair. Leider hat der Hurrikan Gilbert, der 1988 über Mexiko zog, einige Bauten Akumals zerstört. Das konnte jedoch der Schönheit des Ortes nichts anhaben, die besonders dem zuckerweißen Sand an zwei geschützten Badebuchten, dem kristallklaren, ruhigen Wasser und zahlreichen bunten Korallenriffen zu verdanken ist.
Eine der beiden herrlichen Badebuchten ist der Halbmondstrand im nördlichen Teil Akumals. Er ist ein idealer Platz zum Schwimmen und Tauchen. Hier sieht man unzählige bunte Südseefische und lebendige Korallenriffe, die sich vor allem in der Mitte der Bucht befinden. Im Norden des Halbmondstrandes liegt die Yal-Ku-Lagune. Sie besitzt einen Zugang zum Meer und ist ein Paradies für Schnorchler. Wegen des flachen, ruhigen Wassers können sich hier auch schlechte Schwimmer sicher fühlen. Das Besondere an der Lagune ist, dass sie teils aus Salzwasser und teils aus Süßwasser besteht.
Im Süden des Halbmondstrandes liegt der Akumalstrand. Hier befindet sich ein Tauchzentrum in dem man Ausrüstungen zum Tauchen, Schnorcheln, Fischen und Windsurfen ausleihen kann. Am Akumalstrand gibt es ein Restaurant, eine Strandbar, eine Pizzeria und Verkaufstellen, in denen für Mexiko typische Früchte und Nahrungsmittel erhältlich sind. Etwa 25 Kilometer südlich des Akumalstrandes liegt Tulum, eine antike Stadt der Maya.
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