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Isla Guadalupe - Rauhe Schönheit im Pazfik


Die Insel Guadalupe liegt etwa 260 Kilometer westlich der Halbinsel Baja California, auch Niederkalifornien genannt, in den Weiten des Pazifischen Ozeanes und gehört zum gleichnamigen, mexikanischen Bundesstaat Baja California.
Sie erstreckt sich über 40 Kilometer in der Länge und ist 5 bis 10 Kilometer breit. Die höchste Erhebung ist der im Norden der Insel liegende Monte Augusta mit 1298 Metern.


Der vulkanische Ursprung des Eilandes prägt die Landschaft sehr: das Umland ist karg und steinig, der südliche Inselteil ist ganz und gar unfruchtbar. Die Küsten von Guadalupe fallen teilweise steil in tiefes Gewässer ab und der Küstenlinie vorgelagert ragen schroffe Felsen aus dem Meer heraus.

 

 


Die Insel wird von zwei verschiedenen Klimatypen bestimmt. Vom Meeresspiegel bis auf 800 Meter Höhe bestimmt eine warme, sehr trockene Klimazone das Wetter, die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt zwischen 18 und 22 Grad Celsius. Über den 800 Metern ist es ebenfalls sehr trocken, aber die Temperaturen sind nur noch gemäßigt. Die meisten Niederschläge fallen in den Wintermonaten. Diese stehen meist in Verbindung mit starken Nordwest-Winden und Zyklonen.
Die 258 km², auf denen sich Guadalupe Island erstreckt, zählen zu den wichtigsten Erhaltungsgebieten vieler Meerestierarten auf der Welt, besonders Seesäugetiere fühlen hier heimisch und wohl.


Charakteristisch für dieses Gebiet sind die großen Robbenkolonien, welche sich hier tummeln. Sie nutzen die Felsen der Küste zur Paarung, zur Aufzucht der Jungtiere und zum Ausruhen. Zum Beispiel haben der Guadalupe-Seebär und der Nördliche-See-Elefant an diesem Ort ihre Heimat. Einige der hier typischen Tierarten besuchen auch die kalifornischen Channel Islands, welche ganz in der Nähe liegen.

 

 


Wie auch auf diesen benachbarten Inseln ist auf der Isla Guadalupe die Steineiche dominierend. Alle anderen Pflanzen, welche höher als ein paar Zentimeter waren, wurden bedauerlicherweise in den letzten zweihundert Jahren von Hausziegen abgefressen. Russische Walfänger hatten diese im frühen 19. Jahrhundert hierher gebracht, um während ihrer Überfahrten bei einem Zwischen Stop auf Guadalupe über Nahrungsreserven zu verfügen. Im Laufe der Zeit fraßen sich die Tiere durch die gesamte, vielseitige Flora des Eilands und zerstörten sie beinahe vollständig.

 

Erst 2005 konnte die mexikanische Regierung auch die letzten Ziegen von der Insel evakuieren und ein Biosphärenreservat einrichten. Ob sich das Ökosystem je wieder vollständig erholen wird, ist fraglich, denn des weiteren verursacht auch eine verwilderte Art der Hauskatze in der einheimischen Vogelwelt große Schäden. Der Guadalupe-Wellenläufer, eine Unterart der Sturmschwalbe, ist wahrscheinlich bereits ausgestorben.


Im Osten der Insel finden sich noch Reste von Campamento Este, einem verlassenen Fischerdorf. Nur im Süden gibt es noch eine Wetterstation, Campamento Sur.



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