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Uxmal
Ein faszinierendes architektonisches Ensemble und ein großartigesZeugnis der alten Kultur der Maya-Indianer findet sich im mexikanischen Bundesstaat Yucatán. Etwa 80 Kilometer südlich der Hauptstadt Mérida liegt diese Ruinenstadt, die in ihrer fast magischen Wirkung auf den heutigen Besucher eine Ahnung von der Größe der versunkenen Hochkultur vermittelt.
Bei Uxmal handelt es sich um eine zwischen 800 und 1000 nach Christus errichtete Stadt, die von dem Maya bis zur Eroberung ihres Reiches durch die spanischen Konquistadoren im 16.Jahrhundert bewohnt wurde. Uxmal besteht aus mehreren Gruppen monumentaler Gebäude, die zusammen eine beeindruckende Einheit ergeben. Viereckige, palastartige Gebäude wurden derart arrangiert, dass in ihrer Mitte ein großer freier Platz, der so genannte Patio, gebildet wurde.
Die Stadt Uxmal wurde in dem Puuc-Stil errichtet. Puuc ist der name der Maya für die hügelige Region in Yucatan, in der die Stadt errichtet wurde. Für diesen Stil ist die reiche Gliederung der Außenwände durch Ornamente und Verzierungen typisch. Auch in Uxam sind noch Reste dieser filigranen Wandgestaltung zu sehen. Die Steinmetze setzten behauene Quader aus dem in der Puuc-Region reichlich vorkommenden Kalkstein zu mosaikartigen Wandbildern zusammen, die meistens Masken der Götter, mystische oder astronomische Symbole darstellen. Besonders der Regengott Chaac ist in Uxam präsent. Man muss sich die Stadt als ein lebendiges Zentrum der Maya-Kultur vorstellen.
Wie in anderen Maya-Städten gab es wohl auch hier Observatorien zur Beobachtung der Planeten und Sterne, einen großen Ballspielplatz und verschiedene Paläste. Das markanteste noch erhaltene Gebäude in Uxam ist die faszinierende Adivino-Pyramide, welche terrassenförmig über den anderen Gebäuden aufragt. Wuchtig wirkt auch der auf einer künstlich angelegten Plattform errichtete Gouverneurspalast. Die von Menschen errichteten Terrassen, auf denen die verschiedenen Gebäudekomplexe errichtet wurden, sind kennzeichnend für die Maya-Architektur der Puuc-Region.
Durch diese künstliche Erhöhung steigert sich noch die monumentale Wirkung der mit abstrakten Friesen verkleideten Bauten. In der Blütezeit Uxams soll es in in der Region Puuc nach archäologischen Schätzungen etwa 150 Städte gegeben haben, in denen 500000 Menschen gelebt haben könnten. Nach einer wechselvollen Geschichte, die jedoch kaum noch genau zu rekonstruieren ist, fiel Uxam 1547, nachdem es den Maya zweimal vorher gelang, die Eindringlinge zu vertreiben. Zu dieser Zeit war die Maya Kultur in anderen Regionen wie Guatemala oder Honduras bereits im Verfall begriffen. Als im Jahre 1586 der spanische Franziskaner Alonso Ponce die Stadt aufsuchte, fand er nur noch Ruinen vor.
Erst Anfang des letzten Jahrhunderts wurde mit der wissenschaftlichen Sichtung des einmaligen Komplexes begonnen. Sicher ist heute, dass Uxam über ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem und Behälter, in denen das kostbare Regenwasser gesammelt wurde, verfügte. Diese Zisternen sind jedoch in jüngerer Zeit zugeschüttet worden, um den Moskitos keine Brutstätten zu bieten. Uxam, das 1996 in den Rang eines UNESCO-Weltkulturerbes erhoben wurde, ist eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten in Mexiko.
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