Museo Nacional de Antropología Mexico
Das Museo Nacional de Antropología in Mexico City liegt im schönen Parco de Chapultepec, dem größten bewaldeten Gebiet der Stadt. 1964 wurde das Bauwerk des mexikanischen Architekten Pedro Ramirez Vázquez bezogen, die Ursprünge reichen jedoch bis ins Jahr 1825 zurück. Als eine der ersten Sammlungen auf dem amerikanischen Kontinent zählt das Museum für Völkerkunde heute zu den bedeutendsten der Welt und gehört zu den größten Sehenswürdigkeiten Mexicos.
Der Aufbau des gesamten Museums ist klar strukturiert und ermöglicht auch Besuchern, die über wenig Muße oder Zeit verfügen, einen umfassenden Eindruck.
Das Obergeschoss des Museums beherbergt das Ethnologie-Museum, diese Säle sind den noch heute existierenden Indiostämmen, ihrer Kultur und ihrem Leben unter den aktuellen Gegebenheiten gewidmet.
Das Erdgeschoss ist unterteilt in elf Säle, die neben einer sehr verständlichen Einführung in die allgemeine Völkerkunde die archäologische Entwicklung in Mexico hervorragend erläutern und veranschaulichen.
Die Ausstellungsräume gruppieren sich um einen großen wunderbaren Patio\\' mit sehenswertem Brunnen.
Einen ersten umfassenden Überblick vermitteln der Eingangssaal mit der Gliederung der verschiedenen Zweige der antropologischen Wissenschaft und der Saal der mesoamerikanischen Kunst, hier erhält der Besucher Auskunft über die kulturelle Entwicklung im präkolumbianischen Mexico.
In den fünf folgenden Sälen wird in chronologischer Ordnung die Evolution der Menschengruppen im Zentralgebiet Mexicos von der Frühgeschichte bis zur Ankunft der Spanier im Jahre 1519 sehr anschaulich gezeigt.
Saal der Frühkulturen:
Neben Tierknochen bereits ausgestorbener Arten sind hier Funde ausgestellt, welche die Existenz des Menschen in verschiedenen Landesteilen bezeugen.
Saal der vorklassischen Zeit:
Grabbeigaben aus der Zeit ab 2000 vor Christus lassen auf das Entstehen der ersten Dörfer und den Anbau von Mais, Kürbis und Bohnen schließen. Überwiegend zu sehen sind Gefäße und Gebrauchsgegenstände aus Stein, Knochen und Keramik, sowie Frauenfiguren, die den Fruchtbarkeitskult symbolisieren.
Teotihuacán-Saal:
Die Zeit zwischen 100 vor Christus und 900 nach Christus bildet die klassische Epoche und stellt einen großen Fortschritt im Vergleich zu den vorausgegangenen Perioden dar. Städte und große Kultzentren entstehen, die Anordnung der Gebäude nach Himmelsrichtungen läßt auf die antike Tradition der Sternkunde schließen. Die Stadt Teotihuacán ist der Beweis einer Gesellschaft auf höchster Entwicklungsstufe, sowohl sozial als auch politisch und religiös. Ein gut funktionierendes Wirtschaftssystem schaffte beachtliche Ausmaße von gut vierzig Quadratkilometern mit perfekter Bautechnik.
Tolteken-Saal:
Die nachklassische Periode von 900 nach Christus bis 1250 nach Christus sah die Zertsörung vieler Städte durch Konflikte und die zunehmende Bedeutung der politischen Kriegerklasse, deren vorrangiges Ziel die Eroberung neuer Territorien war. Neue Stämme aus dem Norden wanderten ein, einer davon waren die Tolteken-Chichimeken, sie gründeten die Hauptstadt Tula, gewidmet dem Priesterherrscher Quetzalcóatl.
Azteken-Saal:
Dank ihres Kampfgeistes errangen die Azteken eine Vormachtstellung, die sie bis ins 16. Jahrhundert halten konnten. Sie gründeten ihre Stadt Mexiko-Tenochtitlán, deren großes heiliges Zentrum heute unter Mexico City begraben liegt. Die Azteken hüteten das Erbe einer dreitausend Jahre alten Kulturtradition, ihr letzter Fürst fiel 1521 den "Conquistadores" in die Hände.
Oaxaca-Saal:
Schwerpunkt ist die kulturelle Entwicklung um die heutige Stadt Oaxaca, geprägt besonders durch die Zapoteken und die kriegerischen Mixteken.
Saal der Golfkulturen:
Eine der ersten frühen Zivilisationen auf dem gesamten amerikanischen Kontinent entwickelte sich entlang der Südküste des Golfs von Mexico. Die Anfänge der Schrift und des Kalenders haben hier ihren Ursprung ebenso wie die
mythologischen Gestalten des Jaguars und der Schlange.
Maya-Saal:
Weit über die Grenzen Mexicos erstreckte sich die Maya-Kultur und nahm damit die größte Ausdehnung in Mesoamerika ein. Dieser einzigartigen Kultur sind fantastische Monumente und Kunstwerke von unvergleichlicher Schönheit zu verdanken.
Saal der Nordstämme und Saal der Weststämme:
Geschichte und Entwicklung des Stämme in präkolumbianischer Zeit.
Die Wände des Museo Nacional de Antropología sind geschmückt mit zeitgenössischen Bilden und Illustrationen und lassen dieses großartige Museum auch zu einer interessanten Sehenswürdigkeit für Freunde Bildender Künste werden.
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