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Monte Alban
Im Süden Mexikos, zehn Kilometer entfernt von Oaxaca de Juarez, treffen das nördliche Etla,- das östliche Tlacolula- und das südliche Zimatlán/Ocotlán- Seitental zusammen, und bilden gemeinsam das Oaxaca-Tal . Hier war vor Jahrtausenden bereits der Knotenpunkt der Handelsstraßen Mesoamerikas, des heutigen Mexiko und Zentralamerika, und genau an diesem Punkt, auf einer leichten Erhebung über dem Tal liegt Monte Alban, die Hauptstadt der Zapoteken in strategisch sehr günstiger Lage. Schon von weitem zeigte sich die Stadt den Handelseisenden in allen umliegenden Tälern.
Monte Alban wurde wahrscheinlich im 8.Jahrhundert v.Chr. erbaut und ist heute eine der vielen Sehenswürdigkeiten Mexikos aus seinen ganz frühen Hochkulturen, die zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurden.
Der etwa ein Jahrtausend überdauernde Staat der Zapoteken beherrschte das Hochland von Oaxaca und unterhielt politische und wirtschaftliche Beziehungen zu anderen Staaten Mesoamerikas. Um 600 n.Chr. verlor Monte Alban seine Bedeutung und wurde von den meisten Bewohnern verlassen und nur noch als Begräbnisstätte genutzt. Später nutzten die Mixteken, die die Stadt übernommen hatten, Monte Alban als Grabanlage für ihre politische und religiöse Elite und 1458 schließlich besetzten die Azteken Monte Alban. Aber schon etwa 80 Jahre später übernahmen im Zuge er Eroberung Mexikos die Spanier die Stadt. Während der Kolonialzeit kam es teilweise zur Wiederbesiedlung der Gegend und Monte Alban stellte vorübergehend einen Wallfahrtsort dar, an dem auch wieder rituelle und religiöse Zeremonien abgehalten wurden.
Um ein Plateau für den Bau der wichtigsten Gebäude der Stadt zu schaffen, wurde von den Erbauern, vermutlich schon von den Olmeken, die vor den Zapoteken die Gegend besiedelt hatten und ebenfalls archäologische Zeugnisse hinterließen, der größte Teil der Bergkuppe des „Weißen Berges“ abgetragen . Um den Hauptplatz herum sind die zahlreichen Tempel, Paläste, Ballspielplätze und Grabstätten angelegt. Auf nahegelegenen Hügeln finden sich weitere Ruinen, die Monte Alban zugerechnet werden. Zahlreiche künstlich angelegte Terrassen und Grabhügel entlang des ganzen Höhenzuges sind weitere Überreste dieser einmal großartig angelegten Stadt. Auf den Terrassen lebten die nicht der geistlichen und weltlichen Elite zugehörigen Bewohner der Stadt in ihren Holzhütten.
Die Erbauung von Monte Alban, dieser beeindruckenden Herrscherin über das Qaxaca-Tal, erfolgte in mehreren Phasen und durch verschiedene Völker, die nacheinander die Herrschaft über das Oaxacatal übernommen hatten. Bei Ausgrabungen wurden mehrere Schichten von Gebäuden übereinander gefunden, die verschiedenen Kulturen zugeordnet werden können.
Die Sehenswürdigkeiten Monte Albans sind zahlreich. Das Observatorium, der Tempel der Dazantes mit seinen in Flachreliefen dargestellten Tänzern, und das Grab Nr. 7 sind wohl die bekanntesten darunter.
Sehr berühmt ist das sogenannte Grab Nr. 7 im Nordosten des Hauptplatzes. Hier fanden neun Verstorbene ihre letzte Ruhestätte und sie waren sehr reich mit Gold, Türkis, Bergkristallen und anderen Schätzen versorg. Über 200 Grabbeigaben wurden hier entdeckt.. Auf den Mauern der Grabstätte finden sich zapotekische Hieroglyphen, der Schatz wird ungefähr dem Jahr 1400 n.Chr. zugeordnet.
Viele der Gebäude sind durch ein Labyrinth aus Tunneln und Grabkammern miteinander verbunden.
Auf dem Hauptplatz wird heute wieder regelmäßig ein „mesoamerikanisches Ballspiel“ für die Touristen vorgeführt, um die Ruinenstadt mit Leben zu füllen und ein wenig die vergangene Zeit wieder aufleben zu lassen.
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