Der große Reiseführer Mexiko
Die Entstehung Mexikos
Mexiko besitzt eine uralte sehr bewegte Kulturgeschichte, die das Land auch heute noch prägt.
Frühe Hochkulturen, wie die der Olmeken, Tolteken und der am meisten bekannten kriegerischen Mayas verschwanden nach einiger Zeit wieder. Aber sie hinterließen viele kulturelle Zeugnisse, die Mexiko heute noch prägen.
Um 1200 n.Chr. erbauten die Azteken auf den Inseln des Texcoco-Sees ihre Hauptstadt Mexiko-Tenochtitlan. Mit der Landung Herman Cortes 1519 im heutigen Vera Cruz begann mit der Kolonialisierung durch die Spanier der Untergang des Aztekenreichs. Kaiser Moctezuma glaubte in Cortes den heimkehrenden Priestergott Quetzalcoatl zu begrüßen, empfing ihn mit allen Ehren und leitete damit selbst die Vernichtung der Azteken ein. Der spanische Conquistador Herman Cortes eroberte das Land mit größter Grausamkeit, die Kultur der Azteken wurde zerstört, sie kämpften zum Teil für und zum Teil gegen die Conquistadoren und 1520 töteten sie selbst ihren Kaiser Moctezuma.
Cortes machte da heutige Mexiko zum Vizekönigtum Neuspanien. Während der Kolonialzeit wurden in Mexiko der Katholizismus, die Industrialisierung und das Klein- und Großbauerntum eingeführt und dadurch der Grundstein für viele spätere Kämpfe gelegt.
Nach einem erbitterten Unabhängigkeitskampf gegen die spanische Gesellschaft und die katholische Kirche wurde 1821 der spanische Vizekönig abgesetzt und ein unabhängiges Kaiserreich entstand.
Andauernde politische Unruhen, Grenzkriege und häufige Regierungswechsel ließen das Land aber nicht mehr zur Ruhe kommen.
1847 marschierten die USA in Mexiko ein und Mexiko verlor Texas, Arizona, Nevada, Utah, Kalifornien und Neu-Mexiko.
1858 wurde Benito Juarez erster Präsident Mexikos mit indigener Abstammung. . Er setzte die Trennung von Staat und Kirche durch, verstaatlichte sämtlichen kirchlichen Grundbesitz und führte eine Agrarreform durch. 1866 konnte er mit Hilfe der USA die französische Intervention beenden
Geografie
Mexiko besteht geografisch betrachtet aus zwei Teilen. Der nördliche Teil liegt auf nordamerikanischem Boden, während der südliche Landesteil schon zu Zentralamerika gehört.
Mexiko ist das zweitgrößte Land Lateinamerikas und fast sechsmal so groß wie Deutschland. Es wird im Norden von den USA begrenzt und im Süden von Belize und Guatemala, im Westen und Osten vom Atlantik und vom pazifischen Ozean. Das Land weist enorme Höhenunterschiede auf, von 10 Metern unter dem Meeresspiegel in der Stadt Mexicali bis zum Vulkan Citlaldepetl mit 5747 Metern Höhe.
Mexiko-City, auf den Trümmern der Aztekenhauptstadt Tenochtitlan erbaut, ist die heutige Hauptstadt und das kulturelle, politische und wirtschaftliche Zentrum Mexikos.
Ein Hochlandblock mit ganz verschiedenen Randgebirgen, die zu Pazifik und Atlantik hin abfallen und dort nur Raum für schmale Küstenstreifen lassen, stellt den größten Teil Mexikos. Mit Belize teilt sich Mexiko die vorgelagerte Halbinsel Yucatan.
Bevölkerung
Mexiko hat ungefähr 109 Millionen Einwohner. Der größte Teil von ihnen besitzt sowohl indigene wie spanische Vorfahren. Etwa 30 % sind Nachkommen indigener Völker und 9 % von ihnen haben europäische Wurzeln.
Nur noch 5 % der Bevölkerung sprechen indigene Sprachen neben dem offiziell gebrauchten Spanisch. Fast alle Einwohner Mexikos gehören christlichen Religionsgemeinschaften an, die Mehrzahl der katholischen Kirche.
Wohlstand und Infrastruktur unterscheiden sich stark zwischen dem nördlichen und dem südlichen Teil Mexikos. Im Norden und im Hochland, vor allem in der Hauptstadt, herrschen ein gutes Bildungsniveau und ein gewisser wirtschaftlicher Wohlstand vor. Der Süden mit einem hohen Anteil an indigener Bevölkerung ist stark verarmt.
Klima
Da Mexiko über enorme Höhenunterschiede verfügt, sind auch die klimatischen Gegebenheiten sehr unterschiedlich. Von extremer Kälte bis zu extremer Hitze ist alles vorhanden.
Mexiko kann in drei Klimazonen aufteilt werden. Tropisches Klima herrscht in den Küstenregionen und im Flachland im Süden Mexikos. Ebenso auf der Halbinsel Yucatan. Zwischen 1000 und 2000m herrscht subtropisches und im Hochland gemäßigtes Klima. Mexikos Hochland liegt auf einer Höhe von 2300 Metern und man misst in der heißesten Zeit des Jahres, in den Monaten März bis Mai. durchschnittlich 27 bis 30 Grad Celsius.
Von August bis Oktober ist Regenzeit, hier herrscht nasskaltes Wetter vor, die Temperatur liegt um die 20 Grad und darunter. Nach dem Ende der Regenzeit und nach den sich anschließenden gefährlichen tropischen Wirbelstürmen bringt der Winter morgens und abends Tiefsttemperaturen von bis zu 8 Grad über Null. Tagsüber scheint aber die Sonne und es werden 23 bis 25 Grad Wärme erreicht.
Die klimatischen Voraussetzungen bringen Mexiko viele Probleme.. Die sechs Monate dauernde Trockenzeit gefährdet die Wasserversorgung, in der Winterzeit kommt es durch die kalten Nächte gerne zu Erfrierungen in den Obstplantagen. Wirbelstürme im Oktober belasten Menschen und Landwirtschaft stark.
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